Wandern auf La Gomera

Die zweitkleinste der sieben Hauptinseln der Kanaren besticht durch ihre faszinierende landschaftliche Vielfalt und bietet ein Wanderwegenetz von mehr als 650 km. Auch das ganzjährig gemäßigte Klima bietet ideale Bedingungen für einen (Wander-)Urlaub unter freiem Himmel. La Gomera ist vulkanischen Ursprungs und wird zurecht als die wildeste Insel der Kanaren bezeichnet. Der höchste Gipfel ist der Garajonay mit 1487 m. Die Landschaft La Gomeras besteht aus spektakulären Schluchten, idyllischen Tälern mit Terrassenfeldern und Palmenhainen, Stränden aus schwarzem Sand und kristallklarem Wasser, dazu der Garajonay Nationalpark mit seinen nebelumhangenen alten Lorbeerwäldern.

Wir haben als Ausgangspunkt das schöne Valle Gran Rey gewählt. Einige Routen kann man direkt von dort aus starten, beinhalten aber auch gleich einige Höhenmeter ;) Für Tagestouren im Garajonay Nationalpark oder auf anderen Orten der Insel ist ein Auto von Vorteil, sonst kann man aber auch mit dem Linienbus zu vielen Startpunkten gelangen. Unsere Reisezeit im Februar war wirklich ideal um zu wandern und auch mal einen Badestop am Meer einzulegen. Man sollte sich vom Wetter im Valle Gran Rey aber nicht täuschen lassen, selbst wenn unten am Strand die Temperaturen schon richtig warm und sonnig sind, kann es weiter oben in den Bergen auch schon mal richtig windig und regnerisch sein. Regenjacke und warme Sachen für Touren im Nationalpark und im höher gelegenen Inselinnern also nicht vergessen. Festes Schuhwerk ist auch von Vorteil, da man schon mal auf engen und steinigen Pfaden unterwegs ist.

Unsere erste Tour führte uns von unserem Ferienhaus im Ortskern von Borbalan zum Wasserfall (Salto de Aqua) bei El Guro im oberen Valle Gran Rey. Während der erste Teil der Stecke noch relativ unspektakulär an der Straße verläuft, verzaubert einen spätestens das kleine Künsterdorf El Guro mit seinen Treppen und bunten Fassaden und tollem Ausblick über das Tal. Hier kann man auch ganz gut in einem der kleinen gemütlichen Cafés einkehren. Dank der vielen Wegweiser zum Wasserfall findet man hier problemlos den Weg durch die kleinen Gässchen. Weiter oben endet das Dorf und ein schmaler Pfad führt durch einen Palmenhain zu einem mehr oder weniger trockenen Flussbett. Über Stock und Stein und gesäumt von Bambus und dichten Bäumen geht es dann weiter im Flussbett hinauf zum Wasserfall. Die Wanderung dauert normalerweise pro Stecke nicht länger als 1,5 Stunden und ist auch super für Familien mit Kindern geeignet.

 

Mehr Tourenvorschläge gibt es im Rother Wanderführer La Gomera. Dort sind neben ausführlichen Wegbeschreibungen und Steckbriefen auch Höhenprofile zu den einzelnen Touren enthalten. Von Strecken für wenig geübte Wanderer bis hin zu anspruchsvollen Touren ist für wirklich jeden was dabei.

 

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